gold
rosa
gestrichelt
granit
bleiblau
weinrot
himbeer
kakao
gelb
getupft
grün
sand
kobaltblau
kamelienrot
azur
schwarz

Rosa Schmetterlinge muss es geben. Sie fallen dir aus der Hand, sobald du gesund bist und zeichnest. Sie leben mit winzigen Zwergen unter bunten Schirmpilzen, die von Rand zu Rand der aus Cornflakes- oder Tampax-Schachteln geschnittenen Zeichenkartons reichen. Immer fünf Stück geben die Schachteln her, immer zuwenig bei all den Prinzessinnen, den Vogelschwärmen und den am Himmel aufgehängten Sternen, vierzackig, vielzackig. Kommt hinzu derjenige mit dem Schweif über den Ställen, drin sind die Jesüsser und Marias und Esel verborgen. Die Marias haben kein toupiertes Haar, tragen aber unter den drapierten Heiligenscheinen grosszügige Haarrollen auf den Schultern. Durch die Luft fliegen kopfüber glatzköpfige Engel, hängen sich an die Stallbalken wie Fledermäuse, piepsen wohl auch so. Du siehst das Christkind hellblau durchs Schlüsselloch mitten im Juli. Man müsste es anbinden und an einer Leine hinter sich herziehen. Du zähmtest es, so stellst du dir vor, mit ein paar wenigen Schlägen, damit es bliebe. Lehrtest es Kunststücke.

(aus ROSA IST ROSA)